Was kann man machen, wenn man sich nicht ganz sicher ist, ob wirklich Erledigung vorliegt?

Geht man davon aus, die Hauptsache sei erledigt, stellt man seine Klage auf einen Feststellungsantrag um. Die Hauptsacheforderung (z.B. Zahlung) lässt man sozusagen fallen, weil sie bereits erledigt, also bspw. erfüllt ist. Kommt das Gericht aber zu dem Schluss, dass keine Erledigung eingetreten ist, weist es den Feststellungsantrag ab. Da es keinen Antrag bzgl. der ursprünglichen Forderung mehr gibt, kann das Gericht insoweit also keine Zahlungsverpflichtung mehr aussprechen; der Kläger müsste also eine neue zeitraubende und kostenintensive Klage anstrengen.

Ist man sich also nicht hundertprozentig sicher, ob Erledigung vorliegt, kann und sollte man den ursprünglichen Antrag zumindest als Hilfsantrag aufrechterhalten. Wichtig ist aber die Reihenfolge, der Feststellungsantrag muss Hauptantrag sein.