Wer steht im Urteil, wenn es einen Parteiwechsel im Prozess gab?

Partei ist grundsätzlich nur, wer am Ende des Rechtsstreits beteiligt war. Der Tenor ist Grundlage für die Vollstreckung des Urteils, daher muss dieser die tatsächlichen Beteiligten aufführen, da nur diese Anspruchsinhaber und -gegner sein können. Bei Rechtsnachfolge kann die ausgeschiedene Partei allenfalls noch erläuternd erwähnt werden („A als Rechtsnachfolger des B“).

Ein früherer Beteiligter ist aber im Urteil aufzuführen, wenn er noch eine Rolle spielt, z.B. weil über seine Kosten zu entscheiden ist.

Bin ich vorbestraft, wenn ich den Prozess verliere?

Nein. Ein Zivilverfahren hat mit der strafrechtlichen Seite nichts zu tun. Das Urteil stellt nur fest, dass bestimmter Anspruch besteht. Das ist keine strafrechtliche Verurteilung zu einer Geldstrafe.

Das gilt auch dann, wenn der Grund für den Zivilprozess eine strafbare Handlung darstellen kann. (Beispiel: A klagt gegen B auf Schmerzensgeld wegen eines Verkehrsunfalls. Damit steht zumindest theoretisch im Raum, dass sich B einer fahrlässigen Körperverletzung strafbar gemacht haben könnte.)